Hotelgeschichten
Meine Nachricht wird Dich aus dem Hotelbett klingeln. Darin steht: „Guten Morgen Du Loser, Du wirst jetzt Deine Zimmertür öffnen und in den Gang kommen. So, wie Du gerade bist“. Du wirst herausstolpern und Dir verwundert die Augen reiben. Ja, ich bin es wirklich. Dann musst Du Dir Deine Boxershorts ausziehen, ins Zimmer werfen und mir die Zimmerkarte übergeben. Diese werfe ich hinterher, ziehe die Tür zu und lasse Dich wieder alleine und verschwinde in meinen Raum.
Bewölkter Niemand
Du bist immer stark bewölkt. Ständig benebelt von eigenen Gedanken und lebst in Deiner eigenen Welt. Du magst es nicht, wenn viele Menschen um Dich herum sind, weil dann die Gefahr besteht, dass Du unangenehm auffällst. Deine Zweifel und Dein Unvermögen sehe ich in Deinen Augen. Du stehst nicht weit weg von mir, in einer Ecke und ich beobachte und bedauere Dich. Irgendwie wirkst Du aber auch interessant, weil der Ursprung Deines Kleingefühls noch nicht aufgeklärt wurde. Ich würde Dich gerne aus Deiner Lethargie schlagen.
Spielchen
Heute spielen wir mal ein kleines Spiel. Du schreibst auf kleine Zettelchen, was Du am meisten fürchtest und was schon fast Deine Grenzen tangiert. Alle Papierschnipsel landen in einem Glas und ich lose zwei Stück heraus. Nun werde ich kreativ beide Ängste in einer Aufgabe miteinander verbinden und Dich in Handlung treiben. Dein Horizont wird somit gesprengt und ich, ich schule meine Fantasie und verbessere meinen Sklaven.
Hotelspielchen
Habe neben Dir das Hotelzimmer eingenommen und werde Dich irgendwann im Laufe des Tages überraschen. Du schreibst mir Nachrichten und weißt gar nicht, dass nur eine Wand uns trennt. Vielleicht gebe ich Dir kleine Aufgaben auf, die Dich durch das Hotel jagen und sehe dann genau, ob Du wirklich handelst. Mittendrin werde ich an Deine Tür klopfen. Ich stehe da mit einem glänzenden Outfit, lächele süffisant, stoße Dich hinein und trete ein.
Sinke nieder
Sinke nieder und mach Dich klein. So klein, wie Du wirklich bist. Wie Du Dich gegenüber mir fühlst. Fühle die Last Deiner destruktiven Gedanken und Deiner Minderwertigkeit. Wenn Du mir ein schönes Bild des Elends bietest, so werde ich über Dich schreiten und Dich als Teppich nutzen. Ich werde ganz langsam über Deinen Leib gehen und Dir am Ende einen Fuß aufs Gesicht legen. Säubere meine Sohlen und gib Dir Mühe. Mach Dich nützlich und komme aus dem Nichts heraus.

Kein Aufschub mehr
Du hast keinerlei Aufschub verdient. Es wird heute erledigt und handelst Du nachlästig oder ohne 100% Aufmerksamkeit, so werde ich dies merken und ich mir überlegen, ob ich Dich wieder in das traurige, einsame Leben ohne mich gebe. Dann kannst Du weiter suchen und darauf hoffen, dass Dich irgendwer an seiner Seite haben will. Jemand, der Dich nicht bis zu Deinem Horizontrand treibt und Dich fliegen lässt. Das ist Deine letzte Chance.
Herausforderung
Herausforderung ist ein schönes Wort. Für mich bedeutet es: Ich fordere etwas von Dir und hole somit das Beste aus Dir heraus. Ich puhle Deinen Ehrgeiz aus den müden Glieder und bringe Dich in Fahrt. Hab Dich an der Mangel und egal, was Du selbst darüber denkst, Du musst handeln. Mein Wort steht über Deinem Müßiggang, Deiner Angst und Deinen Zweifeln. Ich fördere Folgsamkeit aus Dir heraus und mach mich Dir zum Eigentum.

Du kannst das
Heute hätte ich Lust an einer öffentlichen Vorführung. In Deiner Heimatstadt würde ich mit Dir ein wenig durch die Straßen flanieren und Dich an besonderen Wegpunkten mit einer Aufgabe bestücken. Es werden stets Dinge sein, die Dir tief widerstreben. Dinge, die Deinen Horizont auffisten, wenn Du entgegengesetzt handelst. Du wirst Dich mehr und mehr befreien, wenn Du folgsam bist. Vertrau mir. Und damit wir Beweise haben, haben wir halt viele Zeugen. So einfach musst Du es sehen.
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