Freigepustet

Ich versorge Deine inneren Wunden mit äußeren Wunden und Spuren, die so stark nachhallen, dass sie alles in Dir freipusten. Ich demütige Dich so lange, bis Du in Demut auf die Knie fällst und zu Kriechen lernst. Ich trete Deine Wünsche beiseite und fülle Dich mit meinen eigenen. Justiere mit Ohrfeigen Deinen Blick, damit Du immer auf mich achtest und weißt, wem Du zu gehorchen hast. Möchtest Du so von mir verändert werden?

 

Mehr Kraft für dich

Und wenn Du denkst, dass Dein Horizont schon genug erkundet ist, so speie ich Dir Flügel an Deinen gekrümmten Leib und jage Dich über Deine selbstgebauten Mauern. Du hast nicht jede Tür geöffnet, die sich Dir geboten hat. An vielen Möglichkeiten bist Du bewusst vorbeigegangen. Aus Angst und mangelndem Vorstellungsvermögen. Du benötigst mehr Standhaftigkeit. Ein Fundament, welches Deinem Selbst mehr Vertrauen gibt. Du kannst alles erreichen. Du hast eine Herrin an Deiner Seite, die Dir Kraft in die Seele wirkt. 

 

Mein Leben

Ein gutes Miteinander und das Ausleben meiner Macht sind keine Flucht vor der Realität, sondern eine Verstärkung ihres Erlebens. Gibt es etwas Wahrhaftigeres, als Schmerzen zuzufügen und einen Menschen zu beeinflussen, der sich mir unterwirft und den ich führen kann? Impulse erzeugen Reaktionen. In solchen Momenten spüre ich meine Macht so intensiv, dass sie wie ein Rausch wirkt. Ich lasse mich von mannigfaltigen Gefühlen tragen, genieße sie und fühle das Leben – mein Leben.

 

Weiß mich zu schätzen

Für dich gibt es keine Gnade mehr von mir. Du hast heute zu handeln und nicht morgen oder übermorgen. Du hast meine Worte so zu verstehen, wie ich sie ausspreche, und nicht so, wie du sie dir in deinem armen Gehirn zusammenpuzzelst. Und dann noch deine ganzen Ausreden, die so dumm sind, dass sie immer offensichtlich bleiben. Ich gebe dich jetzt ins Nichts und nehme dir jegliche Chance, bei mir wieder vorstellig zu werden. Jemand anderes wird einen Platz an meiner Seite, zu meinen Füßen mehr zu schätzen wissen.

 

Frohen Nikolaus

Du schneidest immer schlecht ab. Machst alles irgendwie ohne Herz, Hirn und Ehrgeiz. Deine Begeisterung findest Du nur, wenn es um Dich geht und Du Aufmerksamkeit und Beachtung scheffeln willst. Zuerst denkst Du an Dich selbst und dann komme ich, weil Du Dich an meiner Macht reiben willst. Noch erzürnst Du mich so, dass ich Dich gerne in Leiden setze. Doch das verpufft so langsam. Du vergeudest meine Zeit, aber nicht mehr lange. Jede Aufgabe, die Du wieder nur halb und ohne Aufopferung erledigst, bringt Dich wieder in Einsamkeit. Frohen Nikolaus. 

 

Peng Peng

Ich habe unsichtbare Silvesterraketen auf Deinem Körper stationiert. Sie sind bestückt mit harten Impulsen und liegen genau auf Deinen Triggerpunkten. Deine Punkte haben stets geblinkt, als ich Dich bearbeitet habe und so wusste ich, in welche Poren ich sie stellen muss. Nun kann ich aus der Ferne Schmerzen bringen und Deine Gedanken lenken und verdrängen. Es reicht hierfür einfach ein einziges Wort in unserem täglichen Kontakt und es schwirrt um Dich herum, knallt und bringt Macht über Dich. 

 

Krümm dich lieb

Horch ganz achtsam in die Dunkelheit hinein! Hörst Du meine Schritte und das Ende der Peitsche, die sacht den Boden streift? Riechst Du mein Parfüm, dass den Raum erfüllt und sich weiter ausbreitet? Ich umrunde Dich und immer gibt es einen lauten Knall und eine böse Zunge beißt in Deinen Leib. Du weißt nicht, woher die Schläge kommen, aber das noch weitere Schmerzen folgen, ist vollkommen klar. Manchmal knallt es, aber nichts trifft Dich. Das baue ich mit ein, um den eigentlichen Schmerz zu steigern. Krümm Dich lieb. Ich beobachte Dich genau. 

 

Mein Schwamm

Du musst ein Schwamm sein. Einer, der jedes Wort und Regung von mir aufsaugt und sich hiernach von mir ausquetschen lässt, damit sich das Gute vertieft und das Schlechte herausgelassen wird. So, dass Du nur noch aus meinen Regeln und Eingaben bestehst und vollkommen abhängig von mir bist. Als Schwamm träumst Du sicher auch davon, dass ich Dich einschäume und meinen Körper damit reinige, aber Du bist nur der Badschwamm, der die Toilette reinigt. 

 

Geborgenheit

Überlastung ist das Stichwort für den heutigen Tag. Stell Dir vor, Du wirst mit viel zu vielen Informationen und schmerzhaften Sinneseindrücken beschossen. Du fühlst Dich, wie in einem Nebel aus Stacheldraht, taumelst fast in die Ohnmacht und verlierst in diesem Rausch Deinen Realitätssinn. Verschwommen nimmst Du wahr, dass ich Deinen Körper bearbeite und Spuren auf Dir hinterlasse. Wie durch Watte hörst Du Deine eigenen Schmerzlaute. Du wirst einige Tage benötigen um das Ganze zu verarbeiten. Was zurück bleibt, ist ein tiefes Gefühl der Geborgenheit. 

 

Meine Führung

Mein Blick auf Dich bringt die pure Wahrheit ans Licht. Ich durchdringe Dich nicht nur, ich verharre in Dir und schaue mich um. Nimm verschiedene Eigenschaften von Dir und wiege sie gegeneinander ab. Betrachte Deine Erfahrungen und richte die Impulse, die von ihnen ausgehen, neu aus. Das, was ich als positiv erachte, grabe ich ein wenig freier und die Dinge, die ich an Dir verabscheue, nehme ich beim Herausgehen aus Dir mit und beseitige es. So geht Führung. 

 

Seite 2 von 2